Grundlage für die vorliegende Arbeit waren die Arbeiten von Prautzsch (1999) und von Weißhaar (1978, 1982).
Prautzsch hat in
seiner Arbeit ein aw-Dynamomodell berechnet, dessen Induktionseffekte auf
die Wasserstoffkonvektionszone (WKZ) begrenzt ist. Der von Prautzsch
angenommene a-Effekt
ist isotrop und genügt der Gleichung
. Prautzsch versuchte mit einem realistischen Rotationsgesetz
die differentielle Rotation (w) der
Beobachtung anzupassen. Die Schwierigkeiten lagen darin für realistische
Modelle der WKZ, die in Form und Periode der Beobachtung entsprachen, ein
oszillierendes Magnetfeld zu generieren.
Weitere Probleme lagen darin, dass die Laufrichtung der Aktivitätsgebiete entweder polwärts gerichtet war (umgekehrtes Schmetterlingsdiagramm) oder gar nicht in meridionaler Richtung wanderte (Nieren- bzw. Kastenform). Außerdem war die Frequenz des oszillierenden Magnetfeldes zu hoch.
Prautzsch hat später noch einen a²w-Dynamo mit isotropem a-Effekt gerechnet, jedoch blieben die Probleme bestehen.
Weißhaar hat hingegen einen a²-Dynamo mit anisotropem a-Effekt gerechnet. Zur Generierung des Magnetfeldes vernachlässigte er die differentielle Rotation und rechnete die magnetfelderzeugenden Effekte über die gesamte Sphäre.
Mit diesen physikalisch ebenso unwirklichen Werten gelang es ihm jedoch einen Magnetfeldzyklus zu simulieren, dessen Laufrichtung und Regionen magnetisch stärkster Aktivität den Beobachtungen deutlich besser entsprachen.
Durch diese Erfolge ermutigt sollte nun in dieser Arbeit untersucht werden, ob es möglich ist, die guten Ergebnisse aus beiden Arbeiten so in ein neues Programm zu integrieren, dass ein beobachteter, oszillierender Magnetfeldzyklus mit physikalisch realistischen Werten generiert werden kann.
Hier wurde also ein a²w - Dynamomodell in der WKZ mit anisotropem a - Tensor und realistischem Rotationsgesetz gerechnet.
Die anisotropen Anteile des a - Effekt wurden analog zu den guten Ergebnissen von Weißhaar untersucht. Wie bei Weißhaar wurden in der vorliegenden Arbeit die TensorElemente a(0), a(1) und a(4) ausführlich untersucht.
Von Prautzsch wurde dabei die radiale Abhängigkeit des a-Effekt übernommen und somit die radiale Position realistischer in der WKZ festgelegt.
Für den „w-Effekt“ wurde das von Prautzsch bereits integrierte und durch die Helioseismologie beobachtete, realistische Rotationsgesetz im Programm beibehalten.
Die turbulente Diffusion ist konstant und wurde ebenfalls direkt von Prautzsch übernommen.
Da in der vorliegenden Arbeit das Simulationsprogramm von Prautzsch umgeschrieben wurde, musste als erstes die Konsistenz der simulierten Ergebnisse geprüft werden.
Zum Nachweis der Konsistenz wurden frühere Rechnungen zu einem isotropen aw- und a²-Dynamomodell in der WKZ wiederholt gerechnet (Prautzsch 1990, 1999). Hierbei gingen die neuen Programmteile für den a - Tensor nicht mit in die Gleichungen ein. Die Ergebnisse der Simulationen vor und nach der Änderung wurden verglichen. Hierbei wurden die Datenfelder, die das Programm jeweils ausgibt, direkt verglichen und die Übereinstimmung festgestellt.
Somit wird davon ausgegangen, dass durch die Erweiterung keine Programmierfehler gemacht wurden, die das Urprogramm verändern. Sollten also wichtige Fehler im Programm sein, so wären sie jetzt im neuen bisher ausgeschalteten Programmteil zu suchen.
Nachdem getestet wurde, dass das Programm mit seiner früheren Version noch konsistent ist, wenn die neuen a-Tensorelemente ausgeschaltet sind, musste getestet werden, ob das Programm in der Lage ist, die früheren Ergebnisse von Weißhaar zu reproduzieren.
Dieser Test war ungleich schwieriger, da keine früheren Simulationsdaten vorlagen. Die Ergebnisse wurden also qualitativ bewertet und verglichen.
Zu diesem Zweck wurden aus der Veröffentlichung zur Diplomarbeit von Weißhaar (1982) Werte für einen a²-Tensor in der ganzen Sphäre mit anisotropen Anteilen abgelesen und in das Simulationsprogramm übertragen. Die Ergebnisse wurden ausgedruckt und gegenübergestellt. Daten wie Oszillationsdauer, Breitenmaxima oder Lauf der Dynamowelle wurden verglichen und festgestellt, dass die Aussagen übereinstimmen.
Um die Einflüsse der unterschiedlichen Modelle so genau wie möglich zu untersuchen bzw. erkennen zu können, bin ich in der Diplomarbeit beide möglichen Wege von den Rechnungen Weißhaars zur vorliegenden untersuchten Simulation gegangen.
Ausgehend vom anisotropen a²-Modell in der ganzen Sphäre wird im Kapitel 4.3.1 die Schalendicke vom inneren (unteren) Rand (ru) her verringert in Richtung des Modells von Prautzsch. Im Kapitel 4.3.2 geht dann die differentielle Rotation (w) Schritt für Schritt stärker in die Simulation ein.
Den anderen Weg beschreiten heißt also, im Kapitel 4.3.3 zuerst die differentielle Rotation stärker werden zu lassen und dann im Kapitel 4.3.4 die Schalendicke zu verringern.

Abb.: 4.3.1. Übersicht zu den Unterkapiteln.
In den einzelnen Kapiteln wird die Veränderung jeweils einer Variable besonders beobachtet und kommentiert. Dabei werden zu Beginn eines jeden Kapitels zunächst die besonderen Parameter dieser Untersuchungsreihe aufgelistet, die dann aber nicht mehr verändert werden, damit die Grunddaten bekannt sind.
Zu den verschiedenen Simulationen wurde jeweils die kritische Dynamozahl (ra) gesucht und mit angegeben.
Der dargestellte Simulationszeitraum der Grafik wird jeweils in Diffusionszeitskalen TDiff angegeben.
Ausgegeben wurde die Stärke des toroidalen Magnetfeldes Bj in farblicher Abstufung. Für das negativ gerichtete Magnetfeld von Schwarz (Minimum) über Blau zu Weiß (Maximum) und für das positive gerichtete Magnetfeld von Schwarz (Minimum) über Rot zu Weiß (Maximum). Zu beachten ist dabei, dass die Felder nahe Null farblich nicht mehr (also Weiß) dargestellt wurden, damit die Feldstruktur deutlicher zu sehen ist.
Die Ordinate stellt die Auflösung in q-Richtung dar, oben ist der Nordpol, unten der Äquator (die Rechnungen wurden mit angenommener Antisymmetrie des Magnetfeldes zum Äquator gerechnet). Auf der Abszisse wird der Verlauf der Zeit dargestellt.
Die Felder wurden bei ca. 1/5 der radialen Gitterauflösung unterhalb des Sonnenrands ausgegeben.
Bei geeigneten Modellen werden jeweils auch eine Serie von Meridionalschnitten der Sonne dargestellt, damit auch der radiale Verlauf der Magnetfeldentstehung beobachtet werden kann.
Die Gitterauflösung ist mit 21 Stützstellen
in radialer Richtung (nr=21) und 31 Stützstellen in Theta-Richtung vom Pol zum
Äquator (nt=31 / nsw=2) sehr gering, die Gültigkeit der Aussagen wurde jedoch
in Einzelfällen in wesentlich höherer Gitterauflösung bestätigt. Durch die
höhere Gitterauflösung wurde auch der Zeitschritt stark verkleinert, um die
numerische Stabilität zu gewährleisten, dadurch verlängert sich die Rechenzeit
so stark, dass die hohen realistischeren Gitterauflösungen vermieden wurden.
Die zeitliche Auflösung eines Rechenschrittes (dtim) beträgt hier 310-5 [TDiff].
In den einzelnen Rechnungen wird jeweils die kritische Dynamozahl (ra) durch
Iteration neu bestimmt. Zu jedem Bild wird der dargestellte Simulationszeitraum
in Diffusionszeitskalen [TDiff] und die berechnete
Oszillationsfrequenz nach
angegeben.
Im a-Tensor werden die Elemente a(1) = -200 und a(4) = -100 besetzt. Die Werte wurden aus der oben genannten Veröffentlichung von Weißhaar (1982) entnommen. Zu beachten ist jedoch, dass hier nur die relative Stärke zum normierten Element a(0) in die Rechnung eingeht. Dadurch wird die Bedeutung von a(1) und a(4) in der Gleichung immer relativ zu ra bzw. a(0) festgesetzt. Die physikalische Größe wird damit nur indirekt bestimmbar.
In diesem Kapitel wird mit der Simulation eines a²-Dynamomodells mit annähernd ganzer Sphäre, also unterer Rand bei 0.01 R¤ (ru=0.01) begonnen. Die differentielle Rotation bleibt ausgeschaltet (ro=0). Durch die Randbedingungen ergibt sich am Pol, sowie am Äquator, eine durchgezogene schwarze Linie, die einem Magnetfeld der Stärke Null entspricht (Bf=0).
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Kritische Dynamozahl: ra = 6.41 Dargestellter Simulationszeitraum: 1.7925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w= 9.27 |
Diese erste Simulation entspricht dem Modell von Weißhaar (1982 Fig. 3b). Die Laufrichtung ist korrekt, der Aktivitätsgürtel entspricht ungefähr der Beobachtung, die Frequenz (w=9.27) liegt im realistischen Rahmen (Kap. 3.4.).
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Abb.: 4.3.3. Meridionalschnitt zu Abb.: 4.3.2.
In dieser Darstellung wird eine halbe Oszillation im Meridionalschnitt gezeigt. Der dargestellte Zeitraum beträgt 0.6 TDiff. Der zeitliche Verlauf (0-9) zeigt eine radiale Wanderung der Magnetfelder in Richtung des Sonnenmittelpunktes.
In den folgenden Bildern wird nun der a-Effekt auf eine immer dünnere Schale begrenzt.
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Abb.: 4.3.4. ru = 0.2 Kritische Dynamozahl: ra = 6.34 Dargestellter Simulationszeitraum: 2.3925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 6.50 |
Als erstes fällt die geringere Oszillationsfrequenz auf. Die kritische Dynamozahl ist etwas abgefallen.
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Abb.: 4.3.5. ru = 0.4 Kritische Dynamozahl: ra = 6.21 Dargestellter Simulationszeitraum: 2.3925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 13.31 |
Am sonderbarsten erschien in diesem Fall die Beschleunigung der Oszillation. Zunächst habe ich einen Rechen- bzw. Programmfehler erwartet, besonders in Anbetracht des nächsten Schrittes. Genauere Untersuchungen ergaben jedoch die Richtigkeit der Daten und zeigten Analogien zu Prautzschen Ergebnissen (1999 S. 48). So erstaunlich dieser Fall auch ist, in diesem Rahmen soll er als interessante Frage zurückgelassen werden.
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Abb.: 4.3.6.
ru = 0.5 Kritische Dynamozahl: ra = 5.80 Dargestellter Simulationszeitraum: 5.58 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w » 0 |
Trotz zeitlich ausgedehnter Simulation begann keine Oszillation.
Das Feld ist stationär (w»0). Die vorher aktive Laufrichtung springt im nächsten Bild um.
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Kritische Dynamozahl: ra = 6.65 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.8925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 35.56 |
Die bedeutendste Veränderung ist die Umkehrung der Laufrichtung. Die Dynamowelle läuft jetzt Polwärts. Dagegen verliert die enorme Beschleunigung der Oszillation an Bedeutung. Der Wert der kritischen Dynamozahl ist wieder angestiegen.
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Abb.: 4.3.8.
ru=0.7 Kritische Dynamozahl: ra = 6.89 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.4425 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 89.64 |
Der a-Effekt läuft jetzt in der von Prautzsch (1999) simulierten Schale. Die Oszillation ist weiter stark angestiegen, hat sich gegenüber der vorigen Simulation mehr als verdoppelt und ist im Vergleich zu der Ausgangssituation »20 mal größer.
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Abb.: 4.3.9. ru=0.8 Kritische Dynamozahl: ra = 7.45 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.4425 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 165.11 |
Eine weitere Simulation in einer noch dünneren Schale sollte Neues zeigen, die Frequenz hat sich erneut verdoppelt. Die Aufspaltung der Dynamowelle ist in einer dünnen Schale nahe des Sonnenrandes deutlich sichtbar.
Bei einer dünnen Schale scheint die Wechselwirkung der äquatornahen Schichten in höheren Breiten durch die Diffusion geringer, deshalb wird eine eigenständige Dynamoaktivität deutlicher sichtbar. Dies ist im Meridionalschnitt besser zu sehen.
In diesem Kapitel zeigt sich die Schwierigkeit ein langsam oszillierendes und äquatorwärts laufendes Magnetfeld zu generieren, wenn der a-Effekt in einer dünnen Schale am äußeren Rand der Sonne angesetzt wird.
Das Dynamomodell ist jetzt bereits zu Beginn auf die Kugelschale begrenzt. Durch langsames Erhöhen der differentiellen Rotation (ro = 0.0 bis ro = 20000) wird diese allmählich dominant. Bei sehr starker differentieller Rotation findet der Übergang zum aw-Dynamomodell statt. Der radiale a-Effekt (ar) wird gänzlich auf die Werte der Prautzschen Arbeit, also auf die WKZ, eingestellt (ru = 0.7).
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Kritische Dynamozahl: ra = 6.733 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.5925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 75.75 |
Diese Simulation gleicht von den
Eingangsparametern her denen der Abb.: 4.3.8, jedoch unterscheiden sich die Ausgabewerte
geringfügig. Die Ursache ist darin zu suchen, dass der Anstieg von ar in der Schale exakt wie bei
Prautzsch gerechnet werden sollte. Der Anstieg von ar in der WKZ ist deswegen etwas weniger steil, dies führt durch die
veränderten Induktionsbedingungen zu den gemessenen leichten Schwankungen.
In der Abbildung sind die grundsätzlichen Aussagen hingegen identisch: Die Laufrichtung stimmt nicht und die Frequenz ist zu hoch.
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Abb.: 4.3.11. Meridionalschnitt zu Abb.: 4.3.10.
Der dargestellte Zeitraum beträgt 0.042 TDiff. Der zeitliche Verlauf (0-9) zeigt, dass sich auch der radiale Lauf der Dynamowelle geändert hat, welche jetzt in Richtung äußerer Sonnenrand läuft. Weiter ist zu sehen, wie das durchgängige Magnetfeld in hohen Breiten abgetrennt bzw. eigenständig wird.
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Abb.: 4.3.12. ro = 1000 Kritische Dynamozahl: ra = 6.75 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.5925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 83.98 |
Die Oszillationsfrequenz ist etwas angestiegen. Die differentielle Rotation wird hier gleich im ersten Schritt auf ro=1000 gesetzt, da bei geringeren Werten der Einfluss zu gering ist.
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Abb.: 4.3.13. ro = 1400 Kritische Dynamozahl: ra = 6.733 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.5925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w =86.72 |
Das Ziel, die differentielle Rotation auf realistische Werte zu bringen, ist bereits erreicht, jedoch ist eine Umkehr der Dynamowelle nicht abzusehen. Die Ergebnisse sind unbefriedigend. Die Laufrichtung ist polwärts, die Oszillationsfrequenz ist weiterhin zu hoch. Auch hier soll der Blick weiter schweifen und so wurde die differentielle Rotation noch um eine Größenordnung verstärkt. Gerade auch weil der reale Wert der magnetischen Diffusion (hier: η0 » 1013 cm²/s) nicht genau bekannt ist und durchaus selbst um mehr als eine Größenordnung schwanken kann.
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Abb.: 4.3.14. ro = 2000 Kritische Dynamozahl: ra = 6.784 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.5925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 91.42 |
Auch bei diesem Wert scheint die differentielle Rotation keinen nennenswerten Einfluss gewinnen zu können, der besetzte a-Tensor ist zu stark. Die magnetische Aktivität verschiebt sich zunehmend in Richtung Äquator.
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Abb.: 4.3.15. ro = 5000 Kritische Dynamozahl: ra = 6.90 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.3675 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 114.29 |
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Abb.: 4.3.16. ro = 10000 Kritische Dynamozahl: ra = 7.00 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.3675 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 151.30 |
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Abb.: 4.3.17. ro = 20000 Kritische Dynamozahl: ra = 7.0 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.3675 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 210.87 |
Die Wanderung der Dynamowelle in Richtung Pol oder Äquator hat aufgehört.
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Abb.: 4.3.18. ro = 30000 Kritische Dynamozahl: ra = 4.35 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.2175 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 335,91 |
Die differentielle Rotation wird übermächtig, ist jetzt so stark, dass hier eigentlich nur noch ein aw - Dynamomodell dargestellt ist. Die für diesen Fall typische nierenförmige Dynamowelle wird deutlich. Die Dynamowelle bewegt sich jetzt weder in Richtung Pol noch in Richtung Äquator. Ein weiteres Ansteigen der differentiellen Rotation führt nur zu einer deutlicheren Ausprägung der Nierenform in höheren Breiten.
In diesem Kapitel wird wieder (wie in Kapitel: 4.3.1) mit der Simulation eines a²-Dynamomodells mit ganzer Sphäre begonnen. In diesem Lauf wird zunächst die differentielle Rotation schrittweise von ro = 0.0 auf den Wunschwert ro = 2400 verstärkt und damit dominanter.
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Abb.: 4.3.19. ro = 0 Kritisch e Dynamozahl: ra = 6.40 Dargestellter Simulationszeitraum: 1.4925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 9.31 |
Das Ausgangsbild gleicht der Abb.: 4.3.2. Alles tendiert zur gewünschten Lösung, nur die Eingangsparameter entsprechen nicht der Beobachtung und Messung auf der Sonne.
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Abb.: 4.3.20. ro = 200 Kritische Dynamozahl: ra = 6.45 Dargestellter Simulationszeitraum: 1.4925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 7.57 |
Der Einfluss der differentiellen Rotation beginnt, die Frequenz ist gefallen und wird weiterfallen.
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Abb.: 4.3.21. ro = 800 Kritische Dynamozahl: ra = 6.48 Dargestellter Simulationszeitraum: 5.9925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 1.75 |
Hier habe ich einen größeren Sprung zu ro = 800 gemacht, der Einfluss der differentiellen Rotation geht merklich, aber ohne Überraschungen vor sich. Die Frequenz ist weiter gefallen und nähert sich dem statischen Zustand, dem Ende der Oszillation.
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Abb.: 4.3.22. ro = 1000 Kritische Dynamozahl: ra = 6.48 Dargestellter Simulationszeitraum: 1.4925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w » 0 |
Bei ro = 1000 wird der Einfluss der differentiellen Rotation langsam so stark, dass die Oszillation und damit auch die Dynamowelle die polwärtige Richtung beendet.
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Abb.: 4.3.23. ro = 1700 Kritische Dynamozahl: ra = 6.50 Dargestellter Simulationszeitraum: 2.9925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w » 0 |
Die Wanderung des Aktivitätsgebietes in Richtung Äquators ist endgültig vorbei. Die Oszillation setzt langsam wieder ein, allerdings ist die Laufrichtung der Dynamowelle umgesprungen. Bei dem angestrebten Wunschwert (ro = 1400) ist das simulierte Magnetfeld stationär. Diese interessante Simulation ist hier nicht dargestellt, da das Kapitel 4.3.4 mit der hier übersprungenen Simulation in Abb.: 4.3.27. beginnt.
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Abb.: 4.3.24. ro = 2100 Kritische Dynamozahl: ra = 6.62 Dargestellter Simulationszeitraum: 2.9925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 1.89 |
Die langsam einsetzende Oszillation ist deutlich zu sehen. Jetzt beginnt der Einfluss der differentiellen Rotation schnell größer zu werden.
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Abb.: 4.3.25. ro = 2200 Kritische Dynamozahl: ra = 6.62 Dargestellter Simulationszeitraum: 2.9925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 3.22 |
Ein weiterer Anstieg der differentiellen Rotation um knappe 5% (ro=2200) bringt bereits eine Verdoppelung der Frequenz.
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Abb.: 4.3.26. ro = 2400 Kritische Dynamozahl: ra = 6.65 Dargestellter Simulationszeitraum: 2.9925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 5.61 |
Eine weitere Erhöhung der differentiellen Rotation birgt keine Überraschungen mehr, die Oszillation wird weiterhin beschleunigt. Scheinbar arbeitet die differentielle Rotation dem a-Effekt entgegen. Bei solch starker differentieller Rotation ist dann der a-Effekt einfach nicht mehr ausreichend. Höhere Werte für die besetzten a-Tensorelemente wären jedoch physikalisch ebenso unrealistisch.
In diesem Kapitel wird bei einem Startwert für ein realistisches Rotationsgesetz (ro = 1400) begonnen. Das Modell der annähernd vollständigen Sphäre wird verlassen und die Induktionseffekte werden nach und nach in einer Kugelschale abnehmender Dicke platziert. Der Wert der differentiellen Rotation wird nicht mehr verändert.
Die Startbedingungen lassen wenig Hoffnung zu, da bereits jetzt die Oszillation nicht mehr messbar ist. Aus Kapitel 4.3.1 wissen wir, dass der Übergang zur Schale allein bereits zu einer Umkehr der Laufrichtung geführt hat.
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Kritische Dynamozahl: ra = 6.43 Dargestellter Simulationszeitraum: 5.9925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w » 0 |
Das a²w-Dynamomodell in annähernd ganzer Sphäre mit dem nach Weißhaar besetzten a-Tensor zeigt leider nur ein stationäres Feld.
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Abb.: 4.3.28. Meridionalschnitt zu Abb.: 4.3.27.
Der dargestellte Zeitraum beträgt 2.0 TDiff. Der zeitliche Verlauf (0-9) zeigt eine radiale Wanderung der Magnetfelder vom Kern weg. Es ist keine bzw. nur eine schwache Veränderung in diesem relativ langen Zeitraum zu sehen.
In den weiteren Bildern wird nun mit einer immer dünneren Schalendicke gerechnet.
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Abb.: 4.3.29. ru = 0.20 Kritische Dynamozahl: ra = 6.38 Dargestellter Simulationszeitraum: 5.9925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w » 0 |
Die breitenabhängige Laufrichtung hat sich bereits umgekehrt. Die Oszillationsfrequenz ist weiterhin nicht messbar.
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Abb.: 4.3.30. ru = 0.30 Kritische Dynamozahl: ra = 6.43 Dargestellter Simulationszeitraum: 5.9925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 3.82 |
Bei einer 70%igen Schale ist also bereits eine Oszillation vorhanden. Eine erneute Umkehr der Laufrichtung zum Äquator ist nicht zu erwarten.
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Abb.:
4.3.31.
ru = 0.40 Kritische Dynamozahl: ra = 6.45 Dargestellter Simulationszeitraum: 1.4925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 12.38 |
Die Oszillation ist deutlich, die folgende Rechnung hat überrascht.
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Kritische Dynamozahl: ra = 6.00 Dargestellter Simulationszeitraum: 5.9925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w » 0 |
Ähnlich wie in der Abb.: 4.3.6. wird hier plötzlich und unerwartet im Bereich um ru = 0.5 ein statisches Feld auf. Dies erhärtet die Behauptung, dass es sich um keinen Programmfehler handelt und dass hier zukünftige Fragen offen bleiben. Hier war keine Oszillation zu finden bzw. anzuregen. Die Frequenz ist auf nahe Null gesunken.
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Abb.: 4.3.33. ru = 0.60 Kritische Dynamozahl: ra = 6.6 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.8925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 45.60 |
In diesem Schritt wird Abb.: 4.3.31. weitergeführt, als wäre der stationäre Fall in Abb.: 4.3.32. nicht vorhanden. Die Oszillationsfrequenz hat weiter zugenommen.
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Kritische Dynamozahl: ra = 6.77 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.4425 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 86.58 |
Der bereits aus Abb.: 4.3.13. bekannte Zustand ist erreicht. Die Eingabeparameter des Dynamomodells entspricht den Beobachtungen, die simulierten Werte nicht. Eine letzte Rechnung mit weiter verringerter Schalendicke soll den Abschluss bilden.
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Abb.: 4.3.35. ru = 0.80 Kritische Dynamozahl: ra = 7.8 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.2175 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 155.65 |
Zwei scheinbar eigenständige angeregte Dynamowellen bzw. Aktivitätszonen sind sichtbar. Während die polnahe keine Laufrichtung aufweist, besitzt die Äquatornahe eine Laufrichtung zum Pol hin.
In den folgenden Meridionalschnitten wird der Lauf der Dynamowelle deutlicher und wie die Abb.: 4.3.34. entsteht wird verständlich. In Äquatornähe ist die Magnetfelderzeugung besonders stark. Das Magnetfeld wandert in Richtung Pol ab und teilt dort das bestehende Magnetfeld auf. Ein Teil wird an die Oberfläche gedrückt, der andere Teil wird meridional in Richtung Pol gedrückt und aufgelöst.
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Abb.: 4.3.36. Meridionalschnitt zu Abb.: 4.3.34.
Der dargestellte Zeitraum beträgt 0.0375 TDiff. Der zeitliche Verlauf (1-10) zeigt die oben beschriebene radiale Wanderung der Magnetfelder vom Kern weg.
Die Form des Schmetterlingsdiagrammes aus der Arbeit von Weißhaar (1982 Fig. 3b) konnte mit dem dort angewandten anisotropen a-Tensor in dieser Arbeit nicht erhalten werden. In den nächsten Abschnitten soll im Einzelnen verdeutlicht werden, welchen wichtigen Einfluss diese Tensorelemente auf die Simulationsergebnisse haben.
Ausgehend von der Erkenntnis aus Kapitel (4.3), dass ein a-Tensor mit a(1) = -200 und a(4) = -100 zu keiner gewünschten Oszillation führt, soll untersucht werden, welchen Einfluss die Vorzeichen auf das untersuchte Dynamomodell haben. Dabei wird jetzt die differentielle Rotation auf den gewünschten Wert fest eingestellt (ro=1400). Ebenso wird die Dicke der Kugelschale auf die WKZ begrenzt und nicht mehr verändert.
Im folgenden werden alle acht mögliche Kombinationen zur Übersicht dargestellt. Mit einem knappen Zyklus im Meridionalschnitt soll der Aufbau des Zyklus im Sonneninneren veranschaulicht werden.
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Abb.: 4.4.1. a(1)
= +100 und a(4)
= +100 negative Kritische Dynamozahl: ra = -0.89 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.5925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w » 0 |
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Abb.: 4.4.2. a(1)
= +100 und a(4) =
+100 positive Kritische Dynamozahl: ra = 0.96 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.5925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w » 0 |
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Abb.: 4.4.3. Meridionalschnitt zu Abb.: 4.4.2. |
Am ehesten entspricht dies einem typischen, stationären a²-Dynamomodell. Die leichten Unterschiede bei verschiedenen Vorzeichen der kritischen Dynamozahl (ra) begründen sich wohl in der differentiellen Rotation, da sich ein Vorzeichenwechsel im a²-Modell allein nicht auswirken würde.
In dieser bereits von Weißhaar (1982, Fig. 4b) betrachteten Kombination, stellt sich die gewünschte Laufrichtung ein, allerdings liegt der Aktivitätsgürtel noch in zu hohen Breiten. Deswegen lag diese Kombination zunächst nicht im Mittelpunkt des Interesses.
Abb.: 4.4.4. a(1) = -100 und a(4) = +100
negative kritische Dynamozahl: ra = -1.53 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.9975 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 12.80 |
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Abb.: 4.4.5. a(1)
= -100 und a(4) = +100
positive kritische Dynamozahl: ra = +1.81 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.9975 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 27.15 |
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Abb.: 4.4.6. Meridionalschnitt zu Abb.: 4.4.5.
Im a - Tensor eingesetzt, führt die Wahl der Vorzeichen dazu, dass die Größenordnungen der einzelnen Tensorelemente arr, arθ und aθr gleich sind.
Dieser Fall soll in den folgenden Abschnitten näher untersucht werden, da die Laufrichtung des Magnetfeldzyklus hier in äquatorialer Richtung verläuft. Die Laufrichtung ändert sich im a²w-Modell bei einem Vorzeichenwechsel der kritischen Dynamozahl (ra) nicht.
Auch hier haben die einzelnen Tensorelemente arr, arθ und aθr gleiche Größenordnungen. Als Änderung kommt hier hinzu, dass arr und aff jeweils entgegengesetztes Vorzeichen haben, dies scheint zu genügen, die Laufrichtung zum Pol hin umzukehren.
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Abb.: 4.4.7. a(1) = +100
und a(4) = -100 negative kritische Dynamozahl: ra = -3.25 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.5925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 47,94 |
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Abb.: 4.4.8. a(1)
= +100 und a(4) =
-100 positive kritische Dynamozahl: ra = 3.35 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.5925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 66,95 |
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Abb.: 4.4.9. Meridionalschnitt zu Abb.: 4.4.8.
Im Meridionalschnitt wird die polwärts wandernde Dynamowelle deutlich. Außerdem ist der Unterschied der Ausbreitungsrichtung zur vorigen Untersuchung in Abb.: 4.4.7. gut zu erkennen.
Diese Vorzeichenkombination entspricht dem im vorigen Kapitel sehr genau untersuchten Dynamomodell von Weißhaar (1982, Fig. 3b).
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Abb.: 4.4.10. a(1)
= -100 und a(4)
= -100 negative kritische Dynamozahl: ra = -5.47 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.5925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 63.88 |
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Abb.: 4.4.11. a(1)
= -100 und a(4) = -100 positive kritische Dynamozahl: ra = 5.61 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.5925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 85.05 |
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Abb.: 4.4.12. Meridionalschnitt zu Abb.: 4.4.11. (pmm_9fpl)
Leider blieb hier die Laufrichtung und tiefe Lage des Aktivitätsgürtels nach Zuschalten der differentiellen Rotation und Einschränkung auf die WKZ nicht erhalten. Der Versuch, das vielversprechende Modell von Weißhaar in der WKZ mit differentieller Rotation zu erhalten, endet hiermit.
Der Abschnitt 4.4 hat gezeigt, dass nur die Kombination von negativem a(1) und positivem a(4) zu einer gewünschten Laufrichtung der Dynamowelle führt, wenn realistische Rotation simuliert wird und die induktiven Effekte auf die WKZ beschränkt sind. Deswegen beschäftigen sich die weiteren Untersuchungen nur noch mit der genannten Kombination.
In den Untersuchungen hat sich gezeigt, was sich in diesem Kapitel bereits abgezeichnet hat. Das Vorzeichen der kritischen Dynamozahl (ra) ist für die qualitative Aussage nicht von wesentlicher Bedeutung. Diese Aussage möchte ich hier für andere Verhältnisse untermauern.
Bei | a(1)/a(4) | = 8 habe ich alle möglichen Kombinationen erneut gerechnet und nur mit negativem a(1) und positivem a(4) ergibt sich kein stationäres Feld. Dieser eine bemerkenswerte Fall soll hier im folgenden gezeigt werden.
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Abb.: 4.5.1. a(1) = -400
und a(4) = +50 negative kritische Dynamozahl: ra = -10.8 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.4425 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 96.80 |
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Abb.: 4.5.2. a(1)
= -400 und a(4) = +50 positive kritische Dynamozahl: ra = +10.6 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.2925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 110.73 |
Durch die Veränderung des Verhältnisses wurden die aktiven Regionen stark in die Nähe des Äquators verschoben.
Dieses Bild entspricht schon sehr genau den Beobachtungen. Bei realistischen, physikalischen Größen ist dies eigentlich bereits eine sehr gute Lösung.
Bei diesem hohen Wert für a(4) ist jedoch der Einfluss der differentiellen Rotation nicht sonderlich stark, außerdem wäre es schön die Frequenz noch genauer einstellen zu können.
Die weiter oben genannte Behauptung, der Einfluss des Vorzeichens der kritischen Dynamozahl sei vernachlässigbar, soll im weiteren für verschiedene Größenordnungen untermauert werden.
Was passiert mit den vorigen Aussagen, wenn ich a(1) und a(4) bei gleichem Verhältnis um eine Größenordnung vermindere und damit den Einfluss der differentiellen Rotation erhöhe?
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Abb.: 4.6.1. a(1) = -40 und a(4) = +5 negative kritische Dynamozahl: ra = -31 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.2175 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 54.30 |
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Abb.: 4.6.2. a(1)
= -40 und a(4)
= +5 positive kritische Dynamozahl: ra = 29.54 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.2175 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 124.52 |
Bei negativer kritischer Dynamozahl erhalte ich eine deutlich verringerte Frequenz, jedoch Überlappen die Aktivitätszyklen nicht mehr so nahtlos. Die beobachtete Eigenschaft, dass gegen Ende des Zyklus bei ±5° in Breiten von ca. ± 40° ein neuer Zyklus und damit neue Sonnenflecken auftreten, würde hier nur mit einer zeitlichen Unterbrechung eintreten.
Bei Verringerung der anisotropen Anteile um eine weitere Größenordnung endet bei negativer kritischer Dynamozahl die Oszillation.
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Abb.: 4.6.3. a(1)
= -4.0 und a(4) = +0.5 negative kritische Dynamozahl: ra = -3.08 Dargestellter Simulationszeitraum: 3.5925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w » 0 |
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Abb.: 4.6.4. a(1)
= -4.0 und a(4)
= +0.5 positive kritische Dynamozahl: ra = 20.03 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.2175 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 136.91 |
Bei schwacher Anisotropie erhalte ich also wie Prautzsch ein aw-Dynamomodell mit stationärem Verlauf bei negativer kritischer Dynamozahl und für positives ra den für differentielle Rotation typischen nierenförmigen Verlauf statt eines Schmetterlingsflügel. Das Aktivitätsgebiet liegt nicht mehr in der Äquatorregion.
Durch obige Simulation stellt sich die Frage, ob sich im Übergang von Abb.: 4.6.1. zu Abb.: 4.6.3. evtl. die Oszillationsfrequenz direkt durch die Größen von a(1) und a(4) einstellen lässt. Zu diesem Zweck habe ich den Bereich zwischen oszillierendem und statischem Feld näher untersucht.
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Abb.: 4.6.5. a(1)
= -30 und a(4)
= +3.75 negative kritische Dynamozahl: ra = -34.91 Dargestellter Simulationszeitraum: 1.1925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 19.18 |
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Abb.: 4.6.6. a(1)
= -29 und a(4)
= +3.625 negative kritische Dynamozahl: ra = -35.45 Dargestellter Simulationszeitraum: 1.1925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 10.98 |
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Abb.: 4.6.7. a(1)
= -28.5 und a(4)
= +?3.59 negative kritische Dynamozahl: ra = -35.51 Dargestellter Simulationszeitraum: 2.95 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 4.33 |
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Abb.: 4.6.8. a(1)
= -28 und a(4)
= +3.56 negative kritische Dynamozahl: ra = -35.129 Dargestellter Simulationszeitraum: 2.9875 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w » 0 |
Die Frequenz lässt sich durch die Größenordnung der anisotropen Anteile einstellen, jedoch wird dadurch die Lücke zwischen den Aktivitätszyklen so stark, dass man fast von einem Verlust der äquatorwärts gerichteten Laufrichtung sprechen kann.
Der Verlauf der Zyklen entspricht eher einer Kastenform. Außerdem liegt das Aktivitätsmaximum nicht mehr in Äquatornähe.
Wenn die differentielle Rotation ausreichenden Einfluss in der Gesamtgleichung erfahren soll, ist diese Methode die Frequenz einzustellen also nicht sinnvoll.
Die höheren Größenordnungen stellen dabei eher den Breitengrad des Aktivitätsgebietes ein. Dies soll im nächsten Abschnitt gezeigt werden.
Die nächsten Bilder sollen zeigen, welchen Einfluss das Verhältnis der anisotropen Anteile untereinander hat? Ausgegangen wird von Abb.: 4.5.1. Für die Anteile soll dabei |a(1)| < 400 und |a(4)| < 400 gelten.
Für den ersten Fall: |a(1)|>> |a(4)| geht die Oszillationsfrequenz schnell gegen unendlich.
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Abb.: 4.7.1. a(1)
= -400 und a(4)
= +10 negative kritische Dynamozahl: ra = -123 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.05 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 948.63 |
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Abb.: 4.7.2. a(1) = -400
und a(4) = +50 negative kritische Dynamozahl: ra = -10.8 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.4425 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 96.80 |
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Abb.: 4.7.3. a(1)
= -400 und a(4)
= +100 negative kritische Dynamozahl: ra = -3.9 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.36 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 59.36 |
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Abb.: 4.7.4. a(1)
= -400 und a(4)
= +200 negative kritische Dynamozahl: ra = -1.57 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.8925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 33.36 |
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Abb.: 4.7.5. a(1)
= -400 und a(4) = +400 negative Kritische Dynamozahl: ra = -0.81 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.8925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 16.60 |
Im obigen Bild ist das Modell von Weißhaar (1982 Fig. 4b) ähnlich wie schon in
Abb.: 4.4.4. wiedergegeben.
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Abb.: 4.7.6. a(1)
= -200 und a(4)
= +400 negative kritische Dynamozahl: ra = -0.694 Dargestellter Simulationszeitraum: 1.975 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 7.57 |
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Abb.: 4.7.7. a(1)
= -100 und a(4)
= +400 negative kritische Dynamozahl: ra = -0.645 Dargestellter Simulationszeitraum: 2.98 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 3.69 |
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Abb.: 4.7.8. a(1)
= -50 und a(4)
= +400 negative kritische Dynamozahl: ra = -0.623 Dargestellter Simulationszeitraum: 5.475 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 1.39 |
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Abb.: 4.7.9. a(1)
= -10 und a(4)
= +400 negative kritische Dynamozahl: ra = 0.597 Dargestellter Simulationszeitraum: 5.975 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w » 0 |
Gegen Ende ist keine Oszillation mehr zu generieren. Es ist also wirklich wichtig, dass beide anisotropen Anteile a(1) und a(4) gemeinsam eingeschaltet sind, um die Oszillation zu erzeugen. Im obigen Verlauf wird dabei deutlich, dass das Größenverhältnis der beiden untersuchten anisotropen Anteile die Form und die Periode stark beeinflussen.
Für den Wunschfall der Abb.: 4.7.2. ist die Frequenz mit w~100 noch eine Größenordnung zu groß. Der Meridionalschnitt zeigt die deutliche Konzentration der magnetischen Aktivität in Äquatornähe.
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Abb.: 4.7.10. Meridionalschnitt zu Abb.: 4.7.2.
Der dargestellte Zeitraum beträgt 0.028 TDiff. Der zeitlich Verlauf (0-9) zeigt die Entstehung der Magnetfelder in mittleren Breiten. Gleichzeitig das radiale Aufsteigen und eine Wanderung in Richtung Äquator.
Im folgenden möchte ich noch einmal bei den sehr interessanten Bereichen der Abb.: 4.7.2. bis Abb.: 4.7.5. die anisotropen Anteile um eine Größenordnung verringern.
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Abb.: 4.7.11. a(1)
= -40 und a(4)
= +5 negative kritische Dynamozahl: ra = -31.0 Dargestellter Simulationszeitraum: 0.8925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 54.15 |
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Abb.: 4.7.12. a(1)
= -40 und a(4)
= +10 negative kritische Dynamozahl: ra = -11.55 Dargestellter Simulationszeitraum: 1.1925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 41.16 |
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Abb.: 4.7.13. a(1)
= -40 und a(4)
= +20 negative kritische Dynamozahl: ra = -4.49 Dargestellter Simulationszeitraum: 1.1925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 17.56 |
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Abb.: 4.7.14. a(1)
= -40 und a(4)
= +40 negative kritische Dynamozahl: ra = -2.27 Dargestellter Simulationszeitraum: 1.4925 [TDiff] Oszillationsfrequenz: w = 8.7 |
Mit der Größenordnung von a(1) und a(4) zu a(0) und dem Verhältnis untereinander lässt sich also wirklich die Lage des Aktivitätsgürtels verschieben. Analog zur Verschiebung des Aktivitätsgürtels in höhere Regionen sinkt die Frequenz deutlich ab. Also muss hier anscheinend ein Kompromiss zwischen Frequenz und Lage des Aktivitätsgürtels akzeptiert werden.